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Dual Energy CT zur Darstellung von Gicht

Wir bieten Ihnen als erste Radiologie in Karlsruhe und Umgebung eine Dual-Energy CT (DE-CT) für die schnelle, nicht-invasive und genaue Erkennung einer Gicht an. Möglich wird dies durch die Nutzung unseres modernen CT-Scanners, der mit zwei unterschiedlichen Energien bei gleicher, niedriger Dosis wie ein herkömmlicher CT-Scanner arbeitet und somit selektiv Harnsäure als Auslöser einer Gicht darstellt.

Welchen Vorteil bringt Ihnen das?

Bei der Gicht lagert sich Harnsäure in der Gelenkflüssigkeit ab und führt so zu einer schmerzhaften Entzündung der Gelenke und schließlich auch zu einer Gelenkzerstörung. Die Gicht wird in der Regel durch eine Gelenkpunktion – d.h. das Ablassen von Flüssigkeit aus dem Gelenk – mit anschließender mikroskopischer Untersuchung gestellt. Bei zahlreichen Patienten befinden sich die Harnsäurekristalle jedoch nicht in der Gelenkflüssigkeit, sondern in der Gelenkhaut oder innerhalb von Sehnen. Diese Patienten werden dann mit herkömmlichen Verfahren als unauffällig eingestuft.

Mit Hilfe der von uns angebotenen DE-CT wird jedoch nicht nur ein Gelenk wie z.B. an der Großzehe untersucht, sondern der ganze Fuß. Dies geschieht ohne Punktion („Anstechen“) eines Gelenks. Mit der DE-CT können Harnsäureablagerungen in allen Geweben (Gelenkflüssigkeit, Gelenkhaut sowie Sehnen) sowie im gesamten untersuchten Bereich (wie in der Abbildung an Großzehe und kleinem Zeh) sicher erfasst werden. Die Methode wird bereits vom American College of Rheumatology und der Europäischen Rheumaliga zur Sicherung der Diagnose einer Gicht empfohlen. Die Genauigkeit der Dual-Energy CT für die Erkennung einer Gicht wird dabei mit 94% angegeben.

Die Methode wird leider derzeit nicht von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen. Als IGeL Leistung können wir sie jedoch allen interessierten Patienten anbieten. Sprechen Sie uns an, weitere Fragen beantworten wir Ihnen gerne.

Quellen:

Neogi T et al., Ann Rheum Dis 2015;74:1789-1798

Glazebrook KN et al, Radiology: Volume 261: Number 2—November 2011

zuletzt geändert am: 01.08.2017

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