
Früherkennung
Lungenkrebs-Früherkennung mit CT
Seit April 2026 zahlt die gesetzliche Krankenkasse die jährliche Früherkennung für starke Raucherinnen und Raucher.
Wir bereiten das Lungenkrebs-Screening derzeit vor. Es ist an eine Genehmigung des Regierungspräsidiums gebunden, die wir beantragt haben. Sobald wir starten können, geben wir es hier und unter Neuigkeiten bekannt. Angeboten wird das Screening ausschließlich in der Karlstraße.
1Anspruch
Gehören Sie zur Zielgruppe?
Seit dem 1. April 2026 ist die Früherkennung Kassenleistung. Alle vier Punkte müssen zutreffen.
50 bis 75 Jahre
Das Screening richtet sich an gesetzlich Versicherte in dieser Altersspanne.
Mindestens 25 Jahre geraucht
Gezählt wird die Dauer des Rauchens, nicht das Alter.
Mindestens 15 Packungsjahre
Ein Packungsjahr entspricht einer Schachtel am Tag über ein Jahr.
Keine lange Rauchpause
Wer länger als zehn Jahre nicht geraucht hat, fällt nicht mehr unter den Anspruch.
Packungsjahre selbst ausrechnen: Schachteln pro Tag mal Raucherjahre. Eine Schachtel täglich über 20 Jahre sind 20 Packungsjahre. Zwei Schachteln über 10 Jahre ebenfalls. Eine halbe Schachtel über 20 Jahre sind dagegen nur 10 — das reicht nicht.
2Ablauf
So kommen Sie zur Untersuchung
1 — Beratung
Ihre Hausärztin, Ihr Betriebsarzt oder eine internistische Praxis prüft den Anspruch und klärt Sie über Nutzen und Risiken auf. Diese Beratung ist vorgeschrieben.
2 — Überweisung
Sie erhalten eine Überweisung. Ohne sie ist das Screening keine Kassenleistung.
3 — Termin bei uns
Sie vereinbaren einen Termin. Bitte Überweisung und Versichertenkarte mitbringen.
4 — Die Aufnahme
Ein CT mit deutlich verringerter Strahlendosis. Sie liegen wenige Minuten, Kontrastmittel ist nicht nötig.
5 — Der Befund
Wir befunden die Aufnahme und schicken das Ergebnis an die überweisende Praxis, die es mit Ihnen bespricht.
6 — Wiederholung
Bei unauffälligem Befund und fortbestehendem Anspruch ist die Untersuchung jährlich möglich.
3Vor Ort
Was Sie erwartet
Dauer
Die Aufnahme selbst dauert nur wenige Sekunden, für den gesamten Termin sollten Sie etwa eine halbe Stunde einplanen.
Strahlendosis
Die Niedrigdosis-Technik kommt mit einem Bruchteil der Dosis eines gewöhnlichen Thorax-CT aus.
Vorbereitung
Sie müssen nicht nüchtern sein. Legen Sie Schmuck und Kleidung mit Metall im Brustbereich ab.
Kontrastmittel
Wird für die Früherkennung nicht gegeben.
Häufige Fragen
Was kostet das Screening?
Für gesetzlich Versicherte, die die Voraussetzungen erfüllen, übernimmt die Krankenkasse die Kosten. Sie zahlen nichts dazu. Wer die Kriterien nicht erfüllt, kann die Untersuchung als Selbstzahler in Anspruch nehmen — sprechen Sie uns darauf an.
Brauche ich wirklich eine Überweisung?
Ja. Der Gesetzgeber schreibt eine ärztliche Beratung vor dem Screening vor. Die Überweisung dokumentiert, dass diese Beratung stattgefunden hat und der Anspruch geprüft wurde.
Ich habe vor acht Jahren aufgehört. Zählt das noch?
Ja. Ausgeschlossen ist erst, wer länger als zehn Jahre nicht mehr geraucht hat. Die übrigen Voraussetzungen müssen weiterhin erfüllt sein.
Was passiert, wenn etwas gefunden wird?
Nicht jeder Befund bedeutet Krebs. Kleine Rundherde in der Lunge sind häufig und meist harmlos. Je nach Größe wird kontrolliert oder weiter abgeklärt. Das Vorgehen legt die überweisende Praxis gemeinsam mit Ihnen fest.
Ist die Strahlenbelastung ein Problem?
Die Untersuchung arbeitet mit stark reduzierter Dosis. Der Gemeinsame Bundesausschuss hat Nutzen und Risiko gegeneinander abgewogen und das Screening für diese Gruppe deshalb zugelassen.
Kann ich einen Termin machen, bevor ich beim Hausarzt war?
Sinnvoll ist der umgekehrte Weg: erst die Beratung und die Überweisung, dann der Termin. Sonst kann die Untersuchung nicht über die Kasse abgerechnet werden.
Noch Fragen?
Ob Sie die Voraussetzungen erfüllen, klärt am besten Ihre Hausarztpraxis. Zum Ablauf bei uns beraten wir Sie gern.