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Magnetresonanztomographie des Herzens (Herz-MRT)

Die Magnetresonanztomographie setzt keine Röntgenstrahlen ein, sondern ein starkes Magnetfeld und Radiowellen. Das Herz des Magnetresonanztomographen bildet ein Elektromagnet mit einer röhrenförmigen Öffnung, in welche die Patientenliege eingefahren wird. In kurzer Zeit lassen sich Schichtaufnahmen jeder Körperregion anfertigen. Ein Computer errechnet aus den digitalen Daten Ansichten der untersuchten Körperregion, die der Radiologe dann befundet.

Mittels Magnetresonanztomographie des Herzens (Herz-MRT) kann man das schlagende Herz betrachten, die Herzfunktion visuell und absolut quantifizieren, die Beschaffenheit und Durchblutung des Herzmuskels prüfen, die Funktionsfähigkeit der Herzklappen einschätzen und Herzfehler präzise darstellen.

Ein Darstellung der Koronargefäße ist nicht möglich. Hierzu ist die Herz-CT das optimale Verfahren.

Bitte beachten Sie auch, dass die Herz-MRT keine Regelleistung der gesetzlichen Krankenkassen darstellt. Vor einer Untersuchung sollte daher eine Kostenübernahmeerklärung Ihrer gesetzlichen Kasse vorliegen. Wir helfen Ihnen bei diesem Vorgang gerne.

Vor der Untersuchung

Vor Beginn der Untersuchung müssen Sie alle metallischen Gegenstände wie Schlüssel, Uhren oder Hörgeräte sowie auch Scheck- oder Kreditkarten ablegen. Metallteile im Körper, wie zum Beispiel fester Zahnersatz, Gelenkprothesen oder Metallplatten nach Operation eines Knochenbruchs, stellen in der Regel kein Problem dar. Bitte geben Sie an, wenn Sie evtl. metallhaltige Teile tragen, insbesondere

  • Gefäßstützen wie Stents
  • Gefäßclips
  • eine künstliche Herzklappe
  • eine Insulinpumpe
  • Metallsplitter
  • Großflächige Tätowierungen

Da es im Magnetfeld zu Fehlfunktionen kommen kann, sind Patienten mit Herzschrittmachern von der Untersuchung zunächst ausgeschlossen. Für neuere MR-taugliche Schrittmacher bieten wir eine Untersuchung im MRT unter entsprechender Überwachung an. 

Ähnlich kann für meisten Patienten mit Innenohrprothesen (Cochleaimplantaten) kein MRT durchgeführt werden. Nach Rücksprache mit Dr. Neuburger (HNO Rheinstetten) können unter ärztlicher Aufsicht bestimmte Patienten mit Innenohrprothese untersucht werden.

Während der Untersuchung

Während der Untersuchung liegen Sie auf einer Liege, die sich anfangs langsam in die Öffnung des Geräts, also in Richtung Magnet, bewegt. Sie befinden sich dann ganz oder - etwa bei einer Untersuchung des Kniegelenks - teilweise im Gerät.

An- und abschaltende Magnetfelder erzeugen relativ laute, klopfende Geräusche, die manche Patienten als störend empfinden. Sie erhalten daher Ohrstöpsel oder einen geschlossenen Ohrschutz. Die Untersuchung dauert je nach untersuchter Körperregion und Fragestellung wenige Minuten bis zu einer halben Stunde.

Gabe eines Kontrastmittels

Während einer Untersuchung im Kernspintomographen kann es notwendig sein, Ihnen ein spezielles Kontrastmittel zu spritzen. Die Injektion erfolgt in eine Körpervene. Der Zugang wird entsprechend vor der Untersuchung gelegt.

    zuletzt geändert am: 21.06.2017

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