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Magnetresonanztomographie der Herzens (Herz-MRT)

Für die optimale Darstellung der Herzstrukturen und eine Belastungssituation simulieren zu können, erhalten Sie vorab ein Kontrastmittel verabreicht. Wir überwachen Sie mittels EKG, welches durch die Aufzeichnung der Herzfrequenz die Untersuchung steuert. Während der Untersuchung geben wir Ihnen über Kopfhörer Anweisungen, einzuatmen oder die Luft anzuhalten, um möglichst aussagekräftige Bilder des Herzens zu erhalten. Für die Diagnostik der koronaren Herzerkrankung und des Herzinfarkts müssen sowohl die Anatomie als auch die Funktion des Herzmuskels abgeklärt werden.

Die Untersuchung dauert etwa 45 Minuten.

Morphologische und funktionelle MRT 

Die MRT kann die Herz-Anteile wie Herzkammern und Klappen abbilden, was etwa bei kindlichen Herzfehlern wichtig ist. Mittels funktioneller MRT ist die Beurteilung der Herzwandbewegung und der Herzleistung möglich. So kann etwa die Herzauswurfleistung gemessen werden.

Herzinfarktdiagnostik

Insbesondere bei der Herzinfarktdiagnostik ist die Kombination aus morphologischen und funktionellen Aussagen entscheidend. Eine verminderte Herzwandbewegung kann bereits ein Hinweis für eine Erkrankung sein. Wenn auch eine verzögerte Durchblutung in diesem Wandgebiet im MRT nachgewiesen wird, ist ein weiterer Anhaltspunkt für eine koronare Herzerkrankung gegeben. Die MRT erlaubt die Unterscheidung von frischen und älteren Infarkten sowie von Narbengewebe und lässt Rückschlüsse über die Vitalität der Herzwand zu.

Wir führen regelmäßig auch MRT unter pharmakologischer Belastung durch („Stress-MRT“). Dafür wird ein spezielles Medikament appliziert. Mit dieser Methode werden Herzkranz-CT-Volumendarstellung des Herzens gefäßprobleme erkennbar, die nur unter Belastung auftreten.

Vor der Untersuchung

Vor Beginn der Untersuchung müssen Sie alle metallischen Gegenstände wie Schlüssel, Uhren oder Hörgeräte sowie auch Scheck- oder Kreditkarten ablegen. Metallteile im Körper, wie zum Beispiel fester Zahnersatz, Gelenkprothesen oder Metallplatten nach Operation eines Knochenbruchs, stellen in der Regel kein Problem dar. Bitte geben Sie an, wenn Sie evtl. metallhaltige Teile tragen, insbesondere

  • Gefäßstützen wie Stents
  • Gefäßclips
  • eine künstliche Herzklappe
  • eine Insulinpumpe
  • Metallsplitter
  • Großflächige Tätowierungen

Da es im Magnetfeld zu Fehlfunktionen kommen kann, sind Patienten mit Herzschrittmachern von der Untersuchung zunächst ausgeschlossen. Für neuere MR-taugliche Schrittmacher bieten wir eine Untersuchung im MRT unter entsprechender Überwachung an. 

Ähnlich kann für meisten Patienten mit Innenohrprothesen (Cochleaimplantaten) kein MRT durchgeführt werden. Nach Rücksprache mit Dr. Neuburger (HNO Rheinstetten) können unter ärztlicher Aufsicht bestimmte Patienten mit Innenohrprothese untersucht werden.

Während der Untersuchung

Während der Untersuchung liegen Sie auf einer Liege, die sich anfangs langsam in die Öffnung des Geräts, also in Richtung Magnet, bewegt. Sie befinden sich dann ganz oder - etwa bei einer Untersuchung des Kniegelenks - teilweise im Gerät.

An- und abschaltende Magnetfelder erzeugen relativ laute, klopfende Geräusche, die manche Patienten als störend empfinden. Sie erhalten daher Ohrstöpsel oder einen geschlossenen Ohrschutz. Die Untersuchung dauert je nach untersuchter Körperregion und Fragestellung wenige Minuten bis zu einer halben Stunde.

Gabe eines Kontrastmittels

Während einer Untersuchung im Kernspintomographen kann es notwendig sein, Ihnen ein spezielles Kontrastmittel zu spritzen. Die Injektion erfolgt in eine Körpervene. Der Zugang wird entsprechend vor der Untersuchung gelegt.

    zuletzt geändert am: 17.05.2018

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