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Tomosynthese

Liebe Patientin,

die Tomosynthese ist ein ganz neues Verfahren in der digitalen Mammographie. Bei dieser innovativen Technik werden aus verschiedenen Winkeln Schichtaufnahmen der Brust erzeugt. Die daraus abgeleitete dreidimensionale Darstellung hat gegenüber der konventionellen Mammographie den Vorteil, dass Überlagerungseffekte reduziert werden. Auch bei dichtem Drusengewebe ist diese lückenlose Darstellung der gesamten Brust hilfreich, um frühzeitig Veränderungen im Gewebe festzustellen. Insbesondere können Art und Größe von Läsionen sowie Mikroverkalkungen besser als mit herkömmlichen Methoden analysiert werden.

Wie funktioniert die Tomosynthese?

Die Tomosynthese ist ein modernes Verfahren in der Brustkrebsdiagnostik. Es erzeugt eine Serie von Schichtaufnahmen, die eine dreidimensionale (3D) Darstellung der Brust ermöglicht. In der herkömmlichen digitalen Mammographie hingegen werden nur 2 Schichten aufgenommen. Durch die neue Möglichkeit der 3D Darstellung sollen Überlagerungen von Gewebestrukturen ausgeblendet und das Brustdrüsengewebe besser beurteilbar werden.

    Ablauf der Untersuchung

    Prinzipiell ist der Ablauf einer herkömmlichen Mammographie und einer Tomosynthese ähnlich. Bei der Tomosynthese schwenkt während der Untersuchung die Röntgenröhre in einem Winkel von 15 Grad über die Brust und nimmt dabei ca. 15 Bilder mit niedriger Strahlen-Dosis in weniger als vier Sekunden auf. Aus diesem 3D-Datensatz wird ein räumliches Bild errechnet, das uns eine Sichtung und Befundung des Brustdrüsengewebes in 1mm-Abständen ermöglicht.

    Einsatzgebiete der Untersuchung

    Bei entsprechender Indikation und im Rahmen der Früherkennung empfehlen wir die 3D-Tomosynthese vor allem Frauen mit dichtem Drüsenkörper. Aber auch zur Abklärung bei Verdacht auf Brustkrebs und im Rahmen der Nachsorge sehen wir Vorteile in der neuen 3D Technologie.
    • Zur Brustkrebsfrüherkennung
    • Bei Frauen mit dichtem Drüsengewebe
    • Bei auffälligem Tastbefund
    • Bei unklarem Befund der Mammographie

    Vorteile

    Bei röntgendichtem oder unregelmäßigem Drüsenkörper kommt es häufiger dazu, dass Tumore in der Mammographie nicht erkannt werden. Hier bietet die Tomosynthese einen deutlichen Vorteil!
    • Früherkennung von krankhaften Veränderungen des Brustgewebes
    • Höhere Diagnosesicherheit bei Tumoren im Frühstadium
    • Vermeidung von Folgeuntersuchungen und einer Biopsie
    • Darstellung kleinster Veränderungen
    • Verbesserung der Detailerkennbarkeit
    • Reduzierung von Überlagerungseffekten
    • Reduzierung falsch-positiver Befunde (d.h. fälschliche Vermutung eines Tumors)

      Wie sieht es mit der Strahlenbelastung aus?

      Alle Aufnahmen der 3D-Tomosynthese werden mit der geringstmöglichen Strahlendosis durchgeführt. Die Gesamtdosis ist vergleichbar mit der einer digitalen Mammographie in Abhängigkeit von der Beschaffenheit der Brust.

      Wer trägt die Kosten der Untersuchung?

      Da es sich bei der Tomosynthese um eine neue Technik handelt, werden die Kosten derzeit von den gesetzlichen Krankenkassen noch nicht übernommen. Privatversicherte sollten sich bezüglich einer Kostenübernahme mit ihrer Versicherung in Verbindung setzen.

      zuletzt geändert am: 29.08.2018

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